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Mitgliederversammlung vom 28. Mai

SELAM Schweiz mit neuer Leitung

Ende Mai hat die diesjährige SELAM GV in Winterthur stattgefunden, welche im Zeichen des Wech- sels und der Neuorientierung stand. Neu wurden drei Frauen in den Vorstand gewählt. Dem Verein steht somit ein erneuerter Vorstand von sechs Personen vor. Die Mitgliederzahl stieg dank 13 Neueintritten auf 111 Mitglieder. Das Spendenvolumen konnte gehalten werden und die Rechnung wurde mit schwarzen Zahlen abgeschlossen, was die Mitglieder mit Abnahme derselbigen quittierten.

 

Trudi Bürgi, Christoph Zinsstag, Ursula Haupt, Kurt Brunner,      Kurt Meier gratuliert Zahai Genet Meier und Iwan Wüst leiten neu das SELAM Schweiz.      Röschli zum Ehrentitel.

Erstmals in der Vereinsgeschichte wurden zwei Personen als Ehrenmitglieder aufgenommen. Es sind dies unsere Gründerinnen Zahai Röschli sowie Marie-Luise Röschli. Ihnen wurde von der Versammlung für ihr ausserordentliches Engagement gedankt.      

 


   50 Jahre im Dienste

                               benachteiligter Mitmenschen

Ein Nachruf auf unseren SELAM Mitbegründer David Röschli

Seit 1960 als David mit seiner Familie auswanderte, hat sich David Röschli kontinuierlich für benachteiligte Menschen eingesetzt.  Gedient hat er ihnen mit den Gaben, die ihm anvertraut wurden. Kaum eine Aufgabe war im zu anspruchsvoll, als dass er sie nicht anpackte. Er fand immer einen Weg, der von der Planung zur Umsetzung führte. Er hat sich der Not seines Nächsten nicht verschlossen. 1968 hat er zusammen mit seiner Familie sechs Äthiopische Waisenkinder adoptiert. Sie wohnten in ihrer Nähe, waren ihm zu Freunden geworden und verloren beide Elternteile innerhalb kurzer Zeit. Als die zwölfköpfige Familie 1975 aus Äthiopien zurückkehren musste, diente er auch in der Schweiz sich seinen Mitmenschen: seinem Arbeitgeber als Maschinenerfinder, der Gemeinde Pfungen als Kirchenpfleger, der Bewegung Mut zur Gemeinde als Lagerleiter.  Auch seiner ältesten Tochter Zahai stand er mit Rat und Tat zur Seite, als sie das Waisenheim SELAM in Addis Abeba 1986 gründete. Vier Jahre später kehrte er selber nach Äthiopien zurück und war seither vollamtlich am Aufbau und der Weiterentwicklung des SELAM Kinderdorfes engagiert. Unter seiner Leitung erhiel- ten hunderte von Waisenkindern ein neues Zuhause, schlossen tausende von Schülern die Primar- und die Sekundarschule ab und bekamen über tausend Jugendliche eine Berufsaus-bildung. Dank seiner Hilfe haben Menschen gelernt, sich selbst zu helfen.  Diese Arbeit hat ihn nicht mehr losgelassen.  Bis zuletzt hat er ehemalige Waisenkinder in ihren Betrieben beraten und  stand dem SELAM als Mitglied im Äthiopischen Vorstand zur Verfügung. Mitgetragen hat sein Engagement seine Frau Marie-Luise, die deswegen oft auf ihn verzichtete. David Röschli hat nicht auf Vorrat geplant, sondern sich von Bedürfnissen benachteiligter Mitmenschen leiten lassen. Das Dasein für andere hat ihm eine tiefe innere Befriedigung verschafft.

Dieses Engagement hat David Röschli über alles gestellt, auch über seine Gesundheit. Im Januar 2010 ist er deswegen für Untersuchungen in die Schweiz gekommen. Sein Körper hatte jedoch schon zulange gelitten. Es war sein Wunsch, dieses Erdenleben ohne langes Krankenbett abzuschliessen. Dieser Wunsch ist ihm erfüllt worden. Zwei Tage nach seiner Operation durfte er seinen letzten Gang Ende März antreten.

David Röschli bleibt mir als Mensch mit einem grossen Vaterherzen in Erinnerung. Er hat in jedem  Kind Gott erkannt und es mit Respekt behandelt. Er hat seinem Gegenüber alles zugetraut und ihm aber auch alles vergeben. Es gibt nur wenige Menschen, die einem ein solches Gefühl von angenommen sein und vollgenommen werden  vermitteln wie David Röschli.

                                                                      Jürg Bachofner, Geschäftsführer SELAM



Geschenk für SELAM Kinder- jetzt geht's rund

während eines ganzen Jahres hat die Sonntagschule der Chrischona Steckborn gearbeitet und gesammelt für die SELAM Kinder. Im März lezten Jahres spendeten Sie 40 Landhockheystöcke. Dieses Jahr kamen im Mai noch 15 Hockeybälle dazu; einzeln signiert von den Sonntagsschülern. Die SELAM Kinder spielen jeden Sonntag Nachmittag Hockey und haben auch ein Hockeyteam gebildet, das auch gegen andere Mannschaften ausserhalb des SELAM spielt. Dazu kamen das letzte wie dieses Jahr noch je Tausend Franken dazu, die sie von ihrem Sackgeld abgespart haben. 

Ganz herzlichen Dank allen jungen Spenderinnen und Spendern aus Steckborn - sagen alle SELAM Jungen und Mädchen.

 

 



Rückblick Selam Tag 2006


Hoffnung für Afrika

Marie-Luise und David Röschli erhalten für das Hilfswerk SELAM den Adele-Duttweiler-Preis.

MigrosMagazin Nr. 42, 18.10.2005 (PDF Datei)
Lesen Sie den Artikel in der Onlineausgabe des MigrosMagazin

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