Oft gestellte Fragen

Können wir das Selam in Äthiopien besuchen?

Pro Jahr wird eine Gruppenreise für Interessierte angeboten. Diese beinhaltet jeweils eine ausgiebige Besichtigung des Selams, sowie Gespräche und Erfahrungsberichte mit Verantwortlichen und erwachsenen, ehemaligen Waisenkindern. Zudem reisen wir ins Landesinnere um den Wert unseres Werkes anhand der lokalen Gegebenheiten besser zu verstehen. Auskünfte und Prospekte gibt's neben der SELAM Homepage auch beim Reisebüro Kultour AG in Winterthur, Tel 0041 52 235 10 00.

Wenn Sie auf eigene Faust in Äthiopien sind, freut es uns, wenn Sie unser Kinderheim besuchen kommen. Bitte voranmelden wenn Sie vor Ort sind unter  Kinderheim: 011 646 29 56  oder Berufsausbildungszentrum: 011 646 29 42.

Ist eine Mitarbeit im Selam und sind Praktikums-Einsätze in Äthiopien möglich?
Wir freuen uns, wenn Sie solche Gedanken haben, einen Teil Ihrer Zeit in einem Entwicklungsland wie Äthiopien zu verbringen. Anfänglich war es absolut notwendig aus Europa Fachleute zu haben, die den Grundstein zu unserer Ausbildung und dem Aufbau leisteten, in dem sie fachliches Know-how weitergaben. In der Zwischenzeit ist es jedoch so, dass wir ein recht hohes Niveau von gut ausgebildeten einheimischen Mitarbeitern haben. Ihnen den Platz zu lassen, finden wir bei einer Arbeitslosigkeit von über 50 % als erstrebenswert. Vor allem können wir Ihnen dadurch ihre Existenz sichern. Wir sind heute Arbeitgeber von über 1'000 Personen! Die Betreuung, die Einführung in die Kultur und die Arbeitsprozesse von Praktikanten erfordert, um es seriös und effizient zu machen, einen relativ hohen Aufwand.

Falls wir eines Tages wieder spezielle Fachleute brauchen, oder sich unsere Möglichkeiten verändern, werden wir dies hier gerne publizieren.

In welchen Berufen werden die Jugendlichen im Selam ausgebildet?
Seit dem Aufbau des Berufsbildungszentrums ist die Zahl der Berufsausbildungen stetig gewachsen. Momentan bilden wir sieben Berufe aus. Wir bilden Schlosser, Mechaniker, Elektriker, Schreiner, Automechaniker, Maurer, Autoelektriker sowie Hauswirtschafterinnen (Kochen, Backen, Kleidermachen) aus.

Bildet Ihr auch Frauen aus?
Die Schulung von Mädchen und Frauen war uns von Anfang an ein grosses Anliegen, da diese Gruppe in Äthiopien deutlich tiefere Berufschancen hat als Männer. Grundsätzlich stellen wir in unserem Werk Frauen den Männern gleich. Ihnen stehen alle Ausbildungsmöglichkeiten offen. Seit einiger Zeit bilden wir Mädchen auch als Hauswirtschafterinnen aus.

Sammelt Ihr noch Kleider?
Nein. Zu Beginn unseres Werkes waren die Kleiderspenden für unsere eigenen Kinder und Jugendlichen ein gutes Startkapital und sehr willkommen. Inzwischen erhebt die äthiopische Regierung jedoch hohe Zölle, weil es im Land selbst eine Produktion von Kleidern gibt. Deshalb ist es wirtschaftlich gesehen nicht mehr vertretbar, Kleider einzuführen.

Braucht ihr Maschinen und technisches Material, und sonstige Naturalien?
Wir sind sehr froh, für die Maschinen, Werkzeuge usw. für unsere Lehrwerkstätten. In diesen bilden wir Jugendliche in einem vielen Berufen aus. Zudem haben wir einige Tausend Schüler und eine Tagesklinik. Deshalb sind wir dankbar für Ihre Unterstützung in diesen Bereichen. Jedoch müssen Maschinen und Werkzeuge in einem sehr guten Zustand sein. Wir können es den Afrikanern nicht zumuten für uns Europäer Maschinen zu entsorgen, zudem sind dafür die Transportkosten zu hoch! Falls Sie Fragen haben, uns etwas übergeben möchten oder einen Beitrag an die Transportkostenhelfen unsere Spezialisten, die gleichzeitig über genügend Lagerfläche verfügen und jeweils die Container laden, Herr Richard Pavoni  0041 79 665 41 42 oder Kurt Brunner 0041 76 331 73 42 gerne weiter! Techno-Form@bluewin.ch

Bleiben Röschlis in Äthiopien?
David und Marie-Luise Röschli haben sich entschieden ihren Lebensabend in Äthiopien zu verbringen und ihren Nachfolgern zur Seite zu stehen. Daran ändert auch der Hinschied Davids im Frühjahr 10 nichts. In die Schweiz kommt Marie-Luise höchstens aus familiären Gründen.

Wer hat die Nachfolge von Röschlis übernommen?
Markus und Corinne Büchler aus Winterthur waren von März 2007 bis Juni 2010 für das Kinderheim und das Ausbildungszentrum verantwortlich. Sie wurden Ende Juni abgelöst durch Ato Zenebe Tesfaye, der als Generalmanager von Mitgliedern des Schweizer sowie des äthiopischen Vorstands eingesetzt wurde.Das neue NGO Gesetz verlangt eine äthiopische Leitung; darum dieser Wechsel. Wir danken Markus und Corinne für Ihr Engagement zugunsten des SELAM.

Was macht eigentlich Zahai Röschli?
Zahai Röschli, die Gründerin des Selams und älteste Adoptivtochter von Marie-Luise und David Röschli, die den Grundstein des Werkes eindrücklich und mit grosser Hingabe gelegt hat, ist 1999 in die Schweiz gereist, um die optimale Ausbildung ihrer Kinder voranzutreiben. Sie lebt heute wieder in Äthiopien und ist mit dem SELAM emotional immer noch verbunden. Ihr grosses Herz und ihr Verhandlungsgeschick brauchte Gott um dieses grossartige Werk ins Leben zu rufen für die ärmsten Kinder und Jugendlichen. Seit November 09 ist Zahai im Mitgliederrat des SELAM und übernimmt zunehmend räpresentative Aufgaben fürs SELAM.

Habt Ihr Patenschaften oder Stipendien?
Patenschaften nein, Stipendien ja. Wir verzichten auf Patenschaften aus zwei Gründen:
1. Sie verursachen einen hohen administrativen Aufwand mit dazugehörenden teuren Personalkosten in der Schweiz. Dieses Geld sparen wir und lassen es direkt dem Werk in Äthiopien zukommen.
2. Sie laufen unserem Grundsatz der Gleichbehandlung zuwieder. Das Selam versteht sich als eine grosse Familie, welche die vorhandenen Mittel unter alle gleich verteilt. Kein Kind soll bevorzugt werden oder zu kurz kommen.
Wir bieten unseren Spendern jedoch Stipendien an für Waisenbetreuung, Schulunterricht und Berufsbildung. Sie sind für die Selam Kinder bestimmt, aber auch für Kinder und Jugendliche aus armen Familien. Ohne diese Stipendien können viele Eltern ihre Sprösslinge nicht ausbilden lassen. Grund: Armut. Die Stipendien sehen wie folgt aus: Stipendium Waisenkind: 720CHF/ Jahr,  Stipendium Schulbildung: 240CHF/ Jahr, Stipendium Berufsbildung: 910CHF/ Jahr. Wir sind weiterhin auf Ihre Spenden und Stipendien angewiesen. Vielen Dank! PC 84-9325-2

Warum macht ihr keine Werbeinserate?
Auf Werbeinserate und eine teure Infrastruktur wird bewusst verzichtet, um möglichst viel Direkthilfe leisten zu können. Wir sind jedoch auf der Suche nach Medienpartnern, welche uns bei der Werbung unter die Arme greifen, damit wir keine Spenden dafür einsetzen müssen. Unser Verwaltungsaufwand betrug 7% und die Kommunikationskosten 4% im 2009.

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