Kinderheime

SELAM hat zwei "Kinderdörfer", die in verschiedenen Standorten in Addis Abeba liegen. Beide Dörfer haben engen Kontakt mit den benachbarten Quartieren. Durch verschiedene Aktivitäten kommen die Kinder so auch immer wieder in Kontakt mit den Menschen in ihrer Nachbarschaft. 

Familienmodell

Bei der Betreuung und Unterstützung von Waisenkindern verfolgt SELAM den Ansatz eines Familienmodells. Die Kinder erhalten so die Chance, in einer kinderfreundlichen Umgebung mit vielen Geschwistern aufzuwachsen. 

 

In den Dörfern gibt es  16 Familienhäuser für jeweils 10-12 Kinder unterschiedlichen Alters und Geschlechts. In jedem Haus werden verantwortliche und ausgebildete Hausmütter eingesetzt, die sich um die Kinder kümmern und sie grossziehen, als wären es ihre eigenen. Die Hausmütter werden von sogenannten Tanten in ihrer Arbeit unterstützt. Ab 15 Jahren leben Mädchen und Knaben in getrennten Häusern in sogenannten «Teenager-Familien».

Einige unserer Kinder haben traumatische Erlebnisse durchgemacht, bevor sie ins SELAM gekommen sind. Dafür gibt es im SELAM Sozialarbeitende, welche sich solchen Kindern annehmen. Die Sozialarbeitenden erhalten zusätzlich spezielle Kurse im Bezug auf Traumabewältigung.

 

Aktuell wohnen 160 Kinder im SELAM (Stand 2020).

Semi-Independent Living

Mit 18 Jahren verlassen die Jugendlichen das Kinderdorf und ziehen in SELAM-Wohngemeinschaften ausserhalb, das nennt sich «Semi-Independent Living». Sie erhalten monatlich einen Betrag, mit dem sie Miete, Essen, Transportkosten und übrige Ausgaben bestreiten. Dazu kommt zweimal pro Jahr ein Kleiderbeitrag. So lernen sie, selbständig für sich zu sorgen. 

 

SELAM unterstützt die jungen Erwachsenen bis zum Ende ihrer Lehre oder ihres Studiums und noch 6 Monate darüber hinaus. Die Unterstützung erfolgt finanziell sowie auch durch Betreuung von SELAM-Sozialarbeitenden. So haben die jungen Erwachsenen Zeit, Fuss in der Arbeitswelt zu fassen. 

 

Insgesamt nehmen 145 Jugendliche am SIL-Programm teil (Stand 2020).

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