Berufsbildungszentren

Mit dem Aufbau des Berufsbildungszentrums durch David Röschli ab 1989 wurde SELAM zu einer nachhaltig wirksamen Organisation. Durch das Erlernen eines Berufes erhalten die SELAM-Kinder, aber auch viele andere junge Menschen die Möglichkeit, auf eigenen Füssen zu stehen und eine Anstellung in der lokalen Wirtschaft zu erhalten. Die Berufsausbildung im SELAM ist angelehnt an das duale Lehrsystem mit 30% Theorie und 70% Praxis.

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Selam David Röschli -Technical Vocational College (SDR-TVC)

Am Standort in Addis Abeba kann eine Lehre in den folgenden Bereichen abgeschlossen werden:

Metall- und Maschinenbau, Elektro / Elektronik, Fahrzeug-Mechanik / -Elektrik, Holzverarbeitung, Informatik und KV, Kochen / Service / Hauswirtschaft, Näherei, Landwirtschaft.

Im SELAM werden einerseits reguläre Lehrgänge von einem bis vier Jahren angeboten, andererseits gibt es auch diverse Kurzzeitlehrprogramme, die nur 6 Monate dauern. Im Jahr 2019 haben 94% aller Lernenden vom SELAM die Abschlussprüfung bestanden und 934 Lernenden konnte anschliessend eine Anstellung vermittelt werden oder sie machten sich selbständig. 

Zudem besteht seit 2019 ein Schulungszentrum für Bus- und Lastwagenchauffeure und  -chauffeusen unter dem Dach der SELAM Berufsausbildung - das Misale Training Center.

 

SELAM Awassa

Business Group (SABG)

Im Jahr 2007 zog das Ehepaar Röschli von Addis Abeba nach Hawassa, um ein weiteres Berufsbildungszentrum aufzubauen, in Partnerschaft mit der holländischen Hilfsorganisation Dorcas

Aktuell werden in Hawassa zwei verschiedene Lehrgänge angeboten: eine Ausbildung im Metallbau, und eine in der Küche / im Service. Beide Lehrgänge gibt es auch als Kurzzeitausbildung.

Ende 2020 nahmen 45 Lernende an der Metallbau- und 155 Lernende an der Küchen-/Serviceausbildung  (Kurz- und Reguläre Ausbildung zusammen) teil. 

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Shalom Engineering

Dire Dawa (SEDD)

Die Ausbildungs- und Produktionsfirma Shalom Engineering Dire Dawa wurde ebenfalls in Partnerschaft mit der Hilfsorganisation Dorcas aufgebaut. 2019 konnten die wichtigsten Gebäude wie Büros, Produktions- und Ausbildungshallen fertig gebaut werden.

Im Oktober 2019 konnten die ersten 40 Lernenden mit der Metallbauausbildung beginnen. Schlussendlich haben dann aber nur 4 Lernende entschieden, die Ausbildung weiterzuverfolgen. Das kann mit den sozialen und ethnischen Unruhen, die die Stadt Dire Dawa immer wieder erlebt und mit der Distanz vom Trainingszentrum zur Stadt zusammenhängen.